
Hätten Sie’s gewusst? Nicht Fleisch oder Muskeln machen den Menschen aus, sondern Wasser. Rund zwei Drittel unseres Körpers bestehen aus dem flüssigen Element, das somit einen maßgeblichen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit hat.
Es klingt paradox, unserem Blauen Planeten Wassermangel zu attestieren. Doch nur magere ein Prozent der weltweiten Wasservorkommen eignen sich als Trinkwasser. Der Schutz der Quellen sowie der bewusste und sparsame Verbrauch sollten daher für alle eine Selbstverständlichkeit sein. Ohne das kostbare Nass könnten wir nur wenige Tage überleben.
Lebenswichtig: Wasser von innen
Wasser übernimmt in unserem Körper wichtige Aufgaben wie die Regelung des Stoffwechsels und den Ausgleich der Körpertemperatur. Wasser wird benötigt, um die Zellen mit Nährstoffen zu versorgen. Mit seiner Hilfe können Schadstoffe abtransportiert und die Zellen entgiftet werden. Bis zu 2,5 Liter Flüssigkeit scheidet der Körper über die Nieren, den Darm, die Lunge und die Haut täglich aus. Der Körper muss darum Wasser aufnehmen, damit er es wieder abgeben kann. Geschieht dies nicht – oder in unzureichendem Maße –, kann es zu Nieren- und Kreislaufversagen kommen. Unser natürliches Durstgefühl schützt uns davor, es so weit kommen zu lassen. Wer es ignoriert, muss mit Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Kopfschmerzen rechnen.
Gesund: Wasser von außen
Nicht erst seit Sebastian Kneipp weiß man um die positive Wirkung von Wasser auf die Gesundheit. Äußerliche Anwendungen wie Wassertreten, Wechselduschen, Dampfbäder oder Aquagymnastik sind Bestandteile der Hydrotherapie. Sie lindert Gelenk- und Muskelbeschwerden und stärkt den Kreislauf sowie das Immunsystem. Aber auch schon ein entspannendes Bad am Abend oder eine erfrischende Dusche im Sommer können unser Wohlbefinden steigern.
Unentbehrlich: Wasser in jeder Lebenslage
Ob im Alltag oder im Urlaub, beim Sport oder im Büro – achten Sie immer auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Nicht nur bei sich selbst, auch Kinder und alte Menschen müssen meist daran erinnert werden, genug zu trinken. Am besten stillen Mineral- und Leitungswasser, aber auch Kräuter- und Früchtetees sowie stark verdünnte Saftschorlen den Durst. Über die Ernährung wird ebenfalls Flüssigkeit zugeführt. Wasserreiche und saftige Gemüse- und Obstsorten (z. B. Gurken, Tomaten, Melonen, Erdbeeren) sind gerade in der Sommerzeit dafür gut geeignet. Wer morgens nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinkt, gleicht den Flüssigkeitsverlust der Nacht aus und hilft der Verdauung, in Gang zu kommen. Wer vor und während dem Essen Wasser trinkt, hilft, die Magensäfte zu neutralisieren und das Hungergefühl einzudämmen.
Gut zu wissen
Wasser ist nicht gleich Wasser
Je nach Herkunft und Inhaltsstoffen teilt man das wertvolle Nass in vier Grundsorten ein:
Natürliches Mineralwasser: Es stammt aus geschützten, unterirdischen, mineralstoffhaltigen Quellen. Es muss dort vor Ort direkt abgefüllt werden und als Mineralquelle amtlich anerkannt sein. Zusatzstoffe sind nicht erlaubt. Einzige Ausnahme: Kohlensäure.
Tafelwasser: Als Basis dient meist einfaches Trinkwasser, dem Mineralstoffe und Kohlensäure im Nachhinein zugefügt werden.
Quellwasser: So darf sich jedes Wasser nennen, das aus einer natürlichen Quelle entspringt. Es muss jedoch die strengen Kriterien für Trinkwasserqualität erfüllen.
Heilwasser: Besitzt einen bestimmten Grad an Mineral- und Nährstoffen und somit eine heilende, vorbeugende Wirkung. Die Zusammensetzung muss wissenschaftlich nachgewiesen und auf dem Etikett vermerkt sein.
Tipp gegen das Vergessen: Immer eine Flasche Wasser in Sichtweite stellen. Wenn das nicht hilft, gibt es die „Trinkuhr-App“ zum Download fürs Smartphone (über iTunes).