Unser Liebling der Saison: der Rosenkohl

20 Dezember 2016

Sein leicht bitterer Geschmack ist nicht jedermanns Sache, dennoch ist der Rosenkohl das Wintergemüse schlechthin.

Die Hauptsaison für den heimischen Rosenkohl dauert von November bis Januar, was ihn als  Saisonliebling für den Winter geradezu prädestiniert. Seine Kohlknospen wachsen dutzendweise und einer Traubenform ähnlich, an kleinen Stauden empor. Meist wird er als Beilage zu Fisch oder Fleisch gereicht, er macht sich allerdings ebenso gut in Suppen, Eintöpfen sowie als Zutat für einen Gemüseauflauf. Wie sein Winterkollege der Grünkohl, ist er nach dem ersten Frost erntefertig. Denn erst dann entfaltet er seinen vollen Geschmack.

Welche guten und gesunden Eigenschaften besitzt der Rosenkohl?

100 Gramm Kohl enthalten rund 115 Milligramm Vitamin C, was in etwa der Tagesration eines Erwachsenen entspricht. Doch nicht nur der Vitamin C-Gehalt des Rosenkohls ist enorm: Er liefert auch noch Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium sowie mehrere B-Vitamine. Darüber hinaus ist er reich an Zink, was Haut und Haaren gefällt. Über seinen Eisengehalt freuen sich die roten Blutkörperchen, über Folsäure unsere Zellen und Kalium hilft beim Entwässern.

Worauf ist beim Kauf und der Lagerung zu achten?

Je fester und kompakter die Blätter der Röschen zusammenstehen, umso frischer ist das Gemüse. Kühl und leicht feucht gelagert, können die Kohlsprossen bis zu einer Woche halten. Ähnlich wie bei Spargel empfiehlt es sich, den Rosenkohl in ein feuchtes Küchentuch gewickelt im Gemüsefach des Kühlschranks, getrennt vom Obst, aufzubewahren. Werden die Sprossen trocken, verlieren sie an Vitamingehalt. Blanchierter Rosenkohl lässt sich übrigens hervorragend einfrieren.

Wie macht man ihn küchenfertig?

Zunächst sollte man die Strünke kürzen und die äußeren Blätter entfernen. Danach gründlich waschen. Tipp: Damit der Kohl gleichmäßig gart, schneiden Sie den Strunk mit einem Messer x-förmig ein.

Wie bereitet man ihn zu?

Rosenkohl lässt sich kochen oder blanchieren. Bei ersterem ist darauf zu achten, nur eine geringe Wassermenge mit etwas Salz in den Topf zu geben. Sobald das Wasser kocht, die Hitze verringern und langsam köcheln lassen. Damit die Sprossen bissfest bleiben, pieksen Sie regelmäßig in die Röschen, um die Garprobe zu machen. Je länger das Gemüse kocht, umso matschiger wird es und es verliert sowohl seine ursprüngliche Farbe als auch Vitamine und Mineralstoffe. Würzen Sie den Rosenkohl mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss und schwenken Sie ihn vor dem Servieren kurz in Butter. Für Fleischesser ist auch die Kombination mit gebratenem Speck unschlagbar.

Zum Blanchieren benötigen Sie einen großen Topf sprudelnd heißes Wasser. Nacheinander immer nur eine kleine Menge Sprossen hineingeben und für wenige Minuten kochen. Anschließend sofort in einer Schüssel mit Eiswasser abschrecken. Man kann sich auch die Mühe machen und die Blätter einzeln abtrennen, blanchieren und anschließend entweder in der Pfanne anbraten oder die blanchierten Blätter als Salat anrichten.

Wie macht man Rosenkohl bekömmlicher?

Kohl im Allgemeinen oder Brokkoli, Spinat und Rosenkohl im Speziellen – nicht jeder ist ein Freund der Gemüsegattung. Grund dafür sind die darin enthaltenen Bitterstoffe. Vor allem in jungen Jahren lehnen viele Menschen den Geschmack ab. Gewürze wie Kümmel, Koriander oder Fenchelsamen können dem Gemüse die Bitterkeit nehmen, manchmal hilft der Bekömmlichkeit auch einfach ein Schuss süßer Sahne im Garwasser.

Wussten Sie, dass …

… der Stamm der Rosenkohlpflanze zwischen 70 und 100 cm hoch werden kann?

… an einer Pflanze bis zu 40 Knospen, so genannte Röschen, wachsen?

… Rosenkohl auch als Kohlsprosse oder Brüsseler Kohl bekannt ist?

… der Rosenkohl aufgrund seiner Herkunft im Englischen „Brussels sprout“ heißt?

… es auch roten Rosenkohl gibt? Die holländische Züchtung findet jedoch nur selten Verwendung, da sie beim Kochen ihre Farbe verliert.